„Im Visier der Stasi: Eberhard Schellenberger bringt geheime Akten zur Lesung am Sasmtag, 25. April um 19.30 Uhr mit nach Kastl
Der Würzburger Journalist Eberhard Schellenberger (Jahrgang 1957) widmete sein Berufsleben dem deutsch-deutschen Zusammenleben – einem Thema, das ihn auch persönlich prägte. Als langjähriger Reporter des Bayerischer Rundfunk begleitete er die Zeit der deutschen Teilung über Jahrzehnte hinweg.
Bei seiner ersten privaten DDR-Reise im Jahr 1984 geriet Schellenberger ins Visier der Stasi. Die Staatssicherheit legte eine rund 400 Seiten starke Akte über ihn an und überwachte ihn besonders intensiv im Zuge der Städtepartnerschaft zwischen Würzburg und Suhl. Seine Erlebnisse und die teils skurrilen, teils perfiden Inhalte dieser Akten verarbeitet er in seinem Buch „Deckname Antenne“, erschienen im Echter Verlag.
LESUNG: Samstag, 25. April
um 19.30 Uhr in der
Gemeindebücherei Kastl
Klosterbergstraße 1
Nach dem Mauerfall wurden zwei Stasi-Akten über Schellenberger bekannt: „Journalist“ (Cottbus) und „Antenne“ (Suhl). Sie dokumentieren detailliert die Überwachung – von abgehörten Telefonaten bis hin zu minutengenauen Bewegungsprotokollen. Selbst der Verdacht einer Zusammenarbeit mit „imperialistischen Geheimkräften“ wurde konstruiert.
Ein weiterer Schwerpunkt des Buches ist der Fall der Berliner Mauer und die Ereignisse am Grenzübergang Eußenhausen–Meiningen. In der Nacht der Deutsche Wiedervereinigung berichtete Schellenberger dort live – ein Moment, den er als emotionalen
Höhepunkt seiner Reporterkarriere beschreibt.
Die Lesung bietet einen multimedialen Einblick in die deutsch-deutsche Geschichte mit Bildern, Stasi-Unterlagen, Originaltönen und Videos aus dem BR-Archiv.
Das Buch ist außerdem in der Gemeindebücherei Kastl erhältlich und kann dort ausgeliehen werden.




Users Today : 213
This Month : 9868
This Year : 58610
Total Users : 567446